Aktion des Deutschen Bauernverbandes

Aktuelles

28.03.12

Sonnleitner fordert politisches Handeln beim Flächenschutz

„Konsequenzen aus erfolgreicher Petition notwendig“

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Zahlen zum Flächenverbrauch in S.-H.

Flächeninanspruchnahme durch Siedlung/ Verkehr 
-von 2003 bis 2006:  10.200 ha
                       oder  7 ha/ Tag

Positionen

19.01.10

Straßenbau ist nötig, aber…

Autobahnbaustelle A20

Autobahnen und Straßen werden nicht in Frage gestellt. Landwirtschaft ist ein Teilbereich der...

18.01.10

Jeden Tag geht die Fläche von 125 Fußballfeldern verloren…

Landwirtschaft und Umwelt Täglicher Flächenverbrauch in Deutschland

Deutschland ist mit hervorragenden Bodenqualitäten ausgestattet. Boden ist nicht vermehrbar und...

17.01.10

Neue Ausgleichsregeln sofort anwenden

Naturschutzgebiete in Deutschland

Straßenbau ist ein Eingriff in die Natur, der ausgeglichen werden muss. Bisher wurden dafür zumeist...

16.01.10

Nachteilsausgleich auch für die Agrarstruktur

Flurbereinigung erforderlich

Während der Eingriff in die Natur nach dem Naturschutzrecht ausgeglichen werden muss, gibt es keine...

15.01.10

Fragwürdige Wildbrücken

Wildbrücke A20 bei Strukdorf

Für Grün- oder Wildbrücken werden zusätzlich viele Hektar landwirtschaftliche Fläche beansprucht....

DBV-Präsident Sonnleitner dankte den über 210.000 Unterstützern

Die Petition des Deutschen Bauernverbandes (DBV) für einen gesetzlichen Schutz landwirtschaftlicher Flächen wird in die Geschichte des Bürgerengagements eingehen. Mit über 210.000 Unterschriften (Stand 20.02.2012) haben Bauern, Bäuerinnen, Landjugendliche und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus allen gesellschaftlichen Gruppen die Petition unterstützt und eine Wende im Flächenverbrauch gefordert...

Bauernverband mahnt in einem Brief an das Kieler Agrarressort

Bauernverbandspräsident Werner Schwarz hat in einem Brief an die Kieler Landwirtschaftsministerin  Juliane Rumpf darauf aufmerksam gemacht, dass der Verbrauch land- und forstwirtschaftlicher Nutzfläche trotz aller Appelle nahezu unvermindert weitergeht.

Die Schleswig-Holsteiner Delegation bei der Schilderaktion "Stoppt Landfraß" auf dem Deutschen Bauerntag 2011

Das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat ein „Schutzprogramm für landwirtschaftliche Nutzflächen“ gefordert. In einer Erklärung des Präsidiums sieht der DBV die Notwendigkeit, Acker und Grünland zu schützen....

 

 

 

Stoppt den Flächenverbrauch!

In der Diskussion über den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen stehen sich als Belange gegenüber

  • die notwendige Weiter-entwicklung des Straßen- und Stromnetzes

  • die Bereitstellung neuer Gewerbe- und Siedlungsflächen
Pfeil
  • die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung

  • die Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen

  • der Umwelt- und Ressourcenschutz

Ohne ausreichende eigene Nahrungsversorgung müssten wir uns mit Lebensmitteln aus dem Ausland begnügen. Tatsächlich und zum Glück haben wir andere Verhältnisse.

Bedrohlich ist allerdings die Entwicklung:

Durch fortdauernden Zugriff auf landwirtschaftliche Flächen durch öffentliche Infrastrukturvorhaben wie Straßenbau und Siedlungstätigkeit werden immer weniger Flächen als Nahrungsmittelerzeugungsflächen genutzt. Die Umnutzung der Flächen ist in aller Regel unumkehrbar. Es gibt Berechnungen, wonach bei gleichbleibendem Verbrauch die gesamte Fläche in Deutschland nach drei Generationen vollständig bebaut oder durch Umnutzung verbraucht sein könnte. Dieses ist zum Glück unrealistisch. Gleichwohl zeigt es, dass der Bodenverlust in Industrieländern wie Deutschland ein ernstes Problem ist. 

Kulturlandschaft durch landwirtschaftliche Flächennutzung

Unser wertvolles Land ist knapp und nicht vermehrbar. Die Endlichkeit des Öls ist tatsächlich weniger dramatisch als die Endlichkeit des Bodens.

Die Problematik des fortschreitenden Flächenverbrauchs ist zwar immer wieder thematisiert worden, aber noch nicht ausreichend in das öffentliche Bewusstsein gedrungen. Anders lassen sich die nach wie vor flächenverschwenderischen Planungen nicht erklären.

 

 

Autobahnbaustelle A20

Deshalb soll die Dramatik anhand von Verkehrsinfrastrukturprojekten dargestellt werden. Ziel ist es, einen Bewusstseinswandel bei der Inanspruchnahme von Flächen zu bewirken. Nachhaltiges Handeln verlangt eine Abkehr von überkommenen Handlungsansätzen und erfordert neue Lösungen. Dieses anzugehen und umzusetzen ist in erster Linie Aufgabe von Politik, Verwaltung und Planern.

Vor diesem Hintergrund sind die nachfolgenden Forderungen und Positionen in künftige Planungen aufzunehmen, um der Ressource Boden endlich den ihr zukommenden Stellenwert einzuräumen und unser wertvolles Land effektiv zu schützen.